15. Oktober 2026
Mehr Steuern sind keine Reform
Die 13. AHV-Rente kommt. Das Volk hat entschieden, und dieser Entscheid ist umzusetzen. Doch wie wird sie finanziert? Die Antwort des Parlaments ist so einfach wie fantasielos: mit höheren Steuern. Am 29. November sollen wir einer Erhöhung der Mehrwertsteuer zustimmen. Ich sage Nein.
Der Normalsatz soll von 8,1 auf 8,5 Prozent steigen. Das klingt nach wenig. Doch wer schon heute mit steigenden Krankenkassenprämien, Mieten und Lebenshaltungskosten kämpft, weiss: Viele kleine Belastungen ergeben am Ende eine grosse Rechnung. Besonders für Familien und den Mittelstand.
Auch unsere Unternehmen zahlen einen Preis. Eine höhere Mehrwertsteuer verteuert den Konsum, belastet den Detailhandel und die Gastronomie und schwächt die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts.
Was mich aber besonders stört: Die Steuererhöhung löst das eigentliche Problem nicht. Sie deckt nur einen Teil der zusätzlichen Kosten der 13. AHV-Rente. Die strukturellen Herausforderungen der Altersvorsorge bleiben bestehen. Wir kassieren also mehr, ohne die Probleme nachhaltig zu lösen.
Als Unternehmer würde ich mit einer solchen Strategie nicht weit kommen. Wer Verantwortung trägt, muss Prioritäten setzen, Ausgaben hinterfragen und langfristig planen. Das muss auch für die Politik gelten.
Wir brauchen eine AHV, die finanziell gesund bleibt. Gerade im Interesse unserer Kinder und der nächsten Generation. Dafür braucht es den Mut zu echten Reformen, nicht einfach den Griff ins Portemonnaie der Bevölkerung.
Mehr Steuern sind der bequemste Weg für die Politik. Aber selten der beste. Deshalb sage ich am 29. November klar Nein.