4. November 2026
Die Stadt Zürich hält an zu vielen Beteiligungen fest!
Bis 2025 hielt die Stadt Zürich Anteile an der Ferien- und Sportzentrum Hoch-Ybrig AG. Dass sie sich davon getrennt hat, war richtig. Bei den heute noch 176 direkten Beteiligungen stellt sich die Frage, wo es die Stadt als Eigentümerin braucht.
Als Leiter der Arbeitsgruppe «Konkurrenz durch Staatsbetriebe» der Unternehmergruppe Wettbewerbsfähigkeit habe ich mich schon intensiv mit den Beteiligungen von Stadt und Kanton Zürich befasst. Eine Gruppe bürgerlicher Gemeinderäte inspirierte diese Beteiligungsstudie zu einer Anfrage an den Stadtrat unter anderem mit einer Aufforderung regelmässiger Überprüfung der städtischen Beteiligungen. Ich begrüsse es, dass der Stadtrat nun sein Portfolio ab 2027 alle vier Jahre durchleuchten und bei Beteiligungen ohne öffentlichen Zweck einen Verkauf prüfen will.
Zur Analyse der Beteiligungen gehört für mich auch die Frage, wie sich städtische Beteiligungen auf den Wettbewerb auswirken. Der Stadtrat räumt ein, dass städtische Akteure im Immobilien- und Energiemarkt direkt mit Privaten konkurrieren. Gerade in diesem Bereich braucht es deshalb mehr Transparenz. Die Stadt sollte klar offenlegen, in welchen Geschäftsfeldern sie über Tochtergesellschaften tätig ist und wie diese mit Privaten konkurrieren. Aus eigener Erfahrung als Unternehmer nehme ich die Konkurrenz durch Betriebe der öffentlichen Hand als höchst unfair wahr.
Diese Fragen stellen sich auch auf kantonaler Ebene. Deshalb kandidiere ich am 4. April 2027 für den Kantonsrat. Ich will mich dafür einsetzen, dass der Kanton seine Beteiligungen konsequent überprüft und dass staatsnahe Unternehmen Private nicht konkurrenzieren.